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Louis Braille wurde am 4. Januar 1809 als Sohn eines Sattlers in Coupvray, einer kleinen Gemeinde nahe Paris, geboren. Als Dreijähriger stach er sich in der Werkstatt seines Vaters ein Messer ins Auge, beide Augen entzünden sich und er wurde blind. Seine Eltern und der Lehrer der Dorfschule erkannten seine außergewöhnliche Intelligenz und schickten ihn 1819 nach Paris in das »Königliche Institut für junge Blinde«. Diese weltweit erste Schule für Blinde wurde 1784 von dem französischen Gelehrten und Lehrer Valentin Haüy gegründet.

Der hochbegabte Louis Braille war es leid, nicht selbst Bücher lesen zu können und entwickelt 1825 die nach ihm benannte Brailleschrift für Blinde. Er benutzte dazu die »Nachtschrift« des Hauptmanns Charles Barbier. Dieser hatte eine Schrift aus gestanzten Punkten entwickelt, um nachts an seine Soldaten kurze Befehle senden zu können. Braille entwickelt daraus sein Sechs-Punkte-System: Die Punkte sind wie bei einem Würfel angeordnet, können mit der Fingerkuppe auf einmal erfasst und auf 64 unterschiedliche Weisen kombiniert werden. Jede Kombinationsmöglichkeit steht dabei für einen bestimmten Buchstaben oder ein Zeichen.